Baden Powell

Die Pfadfinderbewegung wurde 1907 von dem englischen General Robert Baden Powell gegründet. Bei den Pfadfindern wird Baden-Powell kurz B.P. (sprich: BiPi) genannt.

Vom Jungen zum General:    Baden Powell wurde am 22.2.1857 in London geboren. Er war Englischer Offizier und erwarb durch Einsätze in Indien und Afrika große Verdienste. Berühmt wurde er durch die Verteidigung der Stadt Maifking im Burenkrieg/Südafrika. Als Held von Mafeking kehrte er 1901 nach England zurück. Mit erstaunen bemerkte er, daß sein Buch "Aids to Scouting" (Hilfen fürs Kundschafter), welches er 1897 in Indien schrieb, bei den Jugendlichen ein Bestseller war, obwohl er es eigentlich für das Militär schrieb.

Vom General zum Friedenspfadfinder:   Hier beginnt die zweite Phase im Leben des Baden Powell. Er überlegte, ob es nicht möglich wäre, die gesammelten Erfahrungen dafür zu nutzen, um Kinder friedlich, naturverbunden und über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg, für das Gute zu erziehen. Im Sommer 1907 startete er ein Versuchslager auf der südenglischen Insel Brownsea Island. 26 Jungen aus allen Gesellschaftsschichten teilte B.P. in kleine Gruppen und führte mit ihnen ein Pfadfinderprogramm durch. 1908 schrieb er sein Jugendprogramm im Buch "Scouting for Boys" nieder. Nun entstanden überall Gruppen der Boy Scouts. Bei einem großen Pfadfindertreffen 1909 in London erschienen Mädchen in Pfadfinderkleidung. Sie baten B.P. auch eine Mädchenbewegung zu gründen. So entstanden die Mädchenpfadfinder (engl. Girl Guides) unter der Leitung der Schwester Baden-Powells.
1912 heiratete B.P. Olave St. Clair. Sie übernimmt die Leitung der Girl Guides. Aus dieser Ehe ging ein Sohn und zwei Töchter hervor.
1926 wurde Baden Powell von seinen Pfadfindern zum "Chief Scout of the world" betitelt. Eine schottische Adelsfamilie schenkte den Pfadfindern ein Gelände im Norden Londons. Daraus entstand das erste Pfadfinderzentrum "Gilwell Park". 1929 wurde B.P. zu Lord of Gilwell geadelt.
Er starb am 8.1. 1941 in der Nähe von Nairoby in Afrika.